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Silberau
Ratgeber
Lesezeit · 3 Min.

Wie lange halten vakuumierte Lebensmittel?

Die ehrliche Antwort zuerst: Das hängt davon ab. Davon, was du einpackst, wie frisch es ist und wie kalt du es lagerst. Vakuumieren nimmt die Luft weg und hilft so gegen Austrocknen und Gefrierbrand. Ein Wundermittel ist es nicht: Aus einem frischen Lachsfilet wird im Beutel keine Konserve. Hier liest du, woran du dich halten kannst.

Flache vakuumierte Portionen aufrecht in einer Gefrierschublade

Was auf der Verpackung steht, gilt weiter

Auf gekauften Lebensmitteln steht eins von zwei Daten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum („mindestens haltbar bis“) sagt, bis wann der Hersteller Geschmack und Qualität garantiert, wenn du das Lebensmittel richtig lagerst. Danach ist es oft noch gut: anschauen, riechen, probieren. Das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) steht auf leicht Verderblichem wie Hackfleisch, frischem Geflügel oder rohem Fisch. Nach diesem Tag solltest du es nicht mehr essen, auch nicht, wenn du es vakuumiert hast.

Auch die Lagertemperatur auf der Packung gilt weiter. Steht dort eine Höchsttemperatur, dann gilt sie auch im Beutel.

Im Kühlschrank

Im Kühlschrank hält das Vakuum vor allem Luft fern. Ein angeschnittenes Stück Hartkäse oder Aufschnitt trocknet weniger aus, und ein geschlossener Beutel hält Gerüche zusammen. Wie viele Tage du damit gewinnst, hängt von zu vielen Dingen ab, um eine ehrliche Zahl zu nennen. Darum nennen wir keine.

Wichtig: Nicht alle Keime brauchen Luft. Leicht Verderbliches bleibt deshalb leicht verderblich, auch im Vakuum. Rohes Fleisch und roher Fisch gehören in den kältesten Bereich des Kühlschranks, meist auf die Glasplatte über dem Gemüsefach.

Im Gefrierfach

Bei −18 °C schützt das Vakuum vor allem vor Gefrierbrand: den trockenen, hellen Stellen, die entstehen, wenn Luft an das Gefriergut kommt. Wie lange etwas eingefroren gut schmeckt, hängt vor allem vom Lebensmittel ab. Gängige Richtwerte, die je nach Quelle etwas auseinandergehen:

  • Rind, Kalb und Wild: etwa 6 bis 12 Monate
  • Schwein: etwa 4 bis 7 Monate
  • Geflügel: etwa 6 bis 12 Monate
  • Hackfleisch: etwa 1 bis 3 Monate
  • Fetter Fisch wie Lachs oder Makrele: etwa 2 bis 4 Monate
  • Magerer Fisch wie Kabeljau: etwa 4 bis 8 Monate
  • Gemüse, vorher blanchiert: etwa 6 bis 12 Monate
  • Brot und Brötchen: etwa 1 bis 3 Monate
  • Gekochte Gerichte, Suppen und Soßen: etwa 2 bis 3 Monate

Das sind Richtwerte für die Qualität, also für Geschmack und Konsistenz, keine Garantie. Steht auf der Verpackung etwas anderes, gilt die Verpackung. Und weil es keine Zahl gibt, die für jedes Lebensmittel stimmt, rechnen wir dir für Vakuumiertes keine längeren Zeiten aus.

So holst du das Beste heraus

  • Nur frische Lebensmittel vakuumieren: Der Beutel hält die Qualität, er verbessert sie nicht.
  • Gekochtes abkühlen lassen und dann zügig in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach.
  • Beutel beschriften: was drin ist und wann du es eingepackt hast.
  • Im Kühlschrank auftauen, nicht auf der Arbeitsplatte.
  • Riecht etwas seltsam oder bläht sich ein Beutel auf: nicht mehr essen.

Was du besser gar nicht vakuumierst, etwa rohe Pilze, rohen Knoblauch oder Weichkäse, steht in den häufigen Fragen und in der Anleitung.