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Silberau
Ratgeber
Lesezeit · 3 Min.

Weniger wegwerfen: einfache Gewohnheiten für jeden Tag

Das halbe Brot, der Rest Joghurt, die Paprika hinten im Gemüsefach: Weggeworfen wird selten mit Absicht. Meist hat man zu viel gekauft oder etwas vergessen. Diese Gewohnheiten helfen dagegen, und für die meisten brauchst du kein Gerät. Hier sind sie, sortiert nach Einkauf, Kühlschrank und Gefrierfach.

Geriebener Käse in einem Silberau-Beutel, das Ventil aus der Nähe

Beim Einkaufen

  • Vorher in den Kühlschrank schauen und eine Liste schreiben.
  • Nicht hungrig einkaufen: Dann landet mehr im Wagen, als du brauchst.
  • Lieber öfter kleinere Mengen kaufen als einmal zu viel, vor allem bei Obst, Gemüse und Brot.
  • Großpackungen nur, wenn du weißt, was du mit dem Rest machst, zum Beispiel portionsweise einfrieren.

Hilfreich ist ein Wochenplan mit zwei, drei festen Gerichten und einem Resteabend. Dann weißt du, was du brauchst, und es gibt einen festen Tag für alles, was übrig ist.

Im Kühlschrank

  • Neues nach hinten, Älteres nach vorn: So isst du zuerst, was zuerst weg muss.
  • Ein Fach für „bald essen“: Reste und Angebrochenes kommen dorthin, gut sichtbar.
  • Die richtige Temperatur: nicht wärmer als 7 °C, Fleisch und Fisch in den kältesten Bereich.
  • Angeschnittenes gut verpacken, damit es nicht austrocknet: Käse, Wurst, eine halbe Zwiebel.

Nicht alles gehört in den Kühlschrank: Tomaten, Bananen und Kartoffeln lagerst du meist besser außerhalb, Beeren, Salat und frische Kräuter gehören hinein. Äpfel geben ein Gas ab, das anderes Obst schneller reifen lässt; lagere sie lieber getrennt.

Das Datum richtig lesen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum. Joghurt, Nudeln, Reis oder Hartkäse sind danach oft noch gut: anschauen, riechen, probieren. Anders beim Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) auf Hackfleisch, frischem Geflügel oder Fisch: Danach nicht mehr essen. Schaffst du es nicht rechtzeitig, friere es vor diesem Datum ein.

Das Gefrierfach als Vorratskammer

Vieles, was du nicht rechtzeitig schaffst, kannst du einfrieren, solange es noch frisch ist: Brot in Scheiben, Reste vom Abendessen, Kräuter in etwas Öl, reife Bananen für Smoothies. Je weniger Luft an das Gefriergut kommt, desto weniger Gefrierbrand. Ob Gefrierbeutel, Dose oder Vakuum: Hauptsache flach, beschriftet und bald gegessen. Friere in Portionen ein, die du auf einmal brauchst; einzelne Brotscheiben kannst du gefroren direkt toasten.

Reste neu verwerten

Gemüsereste und Schalen sammelst du im Gefrierfach, bis es für eine Brühe reicht. Altes Brot wird zu Croutons, Semmelbröseln oder Knödeln, überreife Bananen werden zu Bananenbrot, weiche Tomaten zu Soße. Und die Reste von gestern sind die Füllung für Wraps, ein Omelett oder eine Suppe. Was übrig bleibt, ist dann nicht mehr übrig, sondern das nächste Essen. Schau einmal pro Woche vor dem Einkaufen durch den Kühlschrank, dann findest du die Reste, bevor sie schlecht werden.